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23. BO DIE ZERSPLITTERUNG
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Oben Gen, das Stillehalten, der Berg in Verwitterung. Unten Kun, das Empfangende, die Erde. 'Es-Werde'. So beschränkt Der Große Mann sich zurzeit auf sein:
Die dunklen Linien sind im Begriff, nach oben zu steigen und ringen auch den letzten festen und lichten Strich am Rinnsal des Lebens zu Fall zu bringen; indem sie ihn durch ihren Einfluss zersetzen, ihn letztlich quasi in der Luft zu zerfetzen. Das Gemeine und Dunkle, bekämpft perfekt das Edle, Starke nicht direkt, sondern höhlt es durch unmerkliche Wirkung allmählich aus, sodass es schließlich zusammenbricht als wäre es ein Kartenhaus. So stellt das Zeichen dann auch das Bild eines Hauses dar. Der oberste Strich ist das Dach, und dem droht hier Gefahr. Indem von der Zersplitterung Garaus das Dach zerbrochen wird, zerfällt halt auch das Haus.
Die Zeit, dass einem das Dach quasi über dem Kopf wegschwirrt, ist, was von Oktober bis November für möglich gehalten wird. Im Oktober und November kann es sein, dass es so schlimm wird, dass das abgedeckte Dach des Hauses nun sogar von dannen schwirrt. Die Yin-Kraft dringt heran in immer mächtigeren Mengen und ist im Begriff, die Yang-Kraft völlig zu verdrängen.
DAS URTEIL
Die Zersplitterung. Nicht fördernd ist es, wohin zu gehen. Handelt man der Zeit zuwider, so wird dies Unheil säen.
Es ist die Zeit, da unter Gelingen, die Gemeinen Schlag auf Schlag vorandringen und eben im Begriff stehen mit den herrschenden Zwängen, die letzten Starken und Edlen zu verdrängen. Darum, weil das im Lauf der Zeit begründet ist, ist es nun für den Edlen auch als geschulter Spezialist unter solchen Umständen sicherlich nicht förderlich, um etwas zu unternehmen, denn es lohnt sich einfach nicht. Aus den Bildern jedoch und deren Eigenschaften, an denen die rechten Verhaltensweisen haften, lässt sich in solchen widrigen
Zeiten das rechte Verhalten entnehmen oder ableiten. Das untere Zeichen bedeutet die Erde, deren Eigenschaft die Fügsamkeit und Hingebung ist, das obere Zeichen als Ausmaß des > ES WERDE < bedeutet hier den Berg, dessen Eigenschaft in jeder Frist: sprich: Haupteigenschaft, die Stille ist. Das legt den Rat nahe sowohl für Groß als auch Klein, sich in die böse Zeit zu fügen und stille zu sein. Es handelt sich hier nun nicht um menschliches Machen, doch um Zeitverhältnisse, um Folgen und Ursachen, die nach himmlischen Gesetzen so zum Wechsel neigen, dabei Zunahme und Abnahme, Fülle und Leere zeigen.
Entgegenwirken lässt sich diesen Zeitverhältnissen nicht. Daher ist es nicht Feigheit, sondern Weisheit, ja Pflicht, wenn man sich fügt, statt mit dem Wechsel anzubandeln und in diesem Sinne vermeidet zu handeln.
DAS BILD
Der Berg ruht auf der Erde: das Bild der Zersplitterung. Reiches Spenden der Oberen allein erhält die Witterung, in der 'DIE OBEREN ZEHNTAUSEND' (10.000) alles derart verinnerlichen, durch reiches Spenden an die Unteren ihre Stellung sichern.
Der Berg ruht auf der Erde, doch ist er steil und schmal, dann hat er keine breite Grundlage, und das wird ihm fatal. So stürzt er im Strudel der Zeit schließlich ein, erweist sich sein Stützpunkt als zu schwach und/oder klein. Nur dadurch, dass er breit und groß sich aus der Erde erhebt, ist seine Stellung abgesichert, nicht weil er steil und stolz erbebt. Genauso ruhen auch die Herrschenden auf des Volks breiter Grundlage, so wie die Erde alles trägt ohne eine einzige Klage, gilt es auch für sie, freigebig und großzügig zu sein. Das bringt der Stellung eine Sicherheit wie die Ruhe eines Berges ein. |