40 Die Befreiung 解 xìe

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40 Die Befreiung 解 xìe

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40. HIË / DIE BEFREIUNG

 

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Oben Dschen, der Donner, das Erregende, die Entzweiung.

Unten Kan, das Abgründige, das Wasser, der Tumult.

So verzeiht der Edle Fehler und vergibt die Schuld.

 

Die Bewegung geht hier aus der Gefahr heraus. Das Hemmnis ist beseitigt, es kommt zu einem Austausch. Die Schwierigkeiten sind in der Lösung begriffen. Die Befreiung ist noch nicht vorüber, doch wird gerade aufgegriffen, und alle ihre verschiedenen Stadien der Aufhellung kommen in dem Zeichen der Reihe nach zur Darstellung.  

 

DAS URTEIL

 

Die Befreiung. Fördernd ist die Richtung nach Südwesten. In dieser Richtung findet man das Beste vom Besten. Wenn nichts mehr da ist, wohin man derweil zu gehen hätte, ist das Wiederkommen von Heil. Wenn es noch etwas gibt, wohin man gehen muss, dann ist Raschheit von Heil; bringt den guten Abschluss.

 

Es handelt sich um eine Zeit von Haken und Ösen, doch Spannungen und Verwicklungen beginnen sich zu lösen. In solchen Zeiten gilt es nun, sich in allen Kategorien schnellstens zu den gewöhnlichen Verhältnissen zurückzuziehen. Dies ist sozusagen die Bedeutung des Südwestens, gewissermaßen Ergebnis vielfältigen Testens.

 

Solche Zeiten des Umschlags sind äußerst wichtig. Darum handelt man in ihnen am besten folgerichtig. Und so wie die Erkenntnis im Menschen löst, was in ihm döst, ähnlich wie ein befreiender Regen die Spannungen der Atmosphäre löst, wirkt eine Zeit der Befreiung von drückender Last erlösend und anregend auf das Leben, das du hast.

 

Aber eins ist wichtig: Man darf in solchen Zeiten den Triumpf nicht übertreiben wollen und niemand irreleiten. Es gilt nun, nicht weiter vorzudringen, als wirklich nötig ist. Ist die Befreiung dannerreicht, heißt's: in kürzester Frist zurückzukehren zur OrdnungdesLebens, das ist von Heil, Sinn und Zweck allen Befreiungsstrebens. Wenn noch irgendwelche Reste aufzuarbeiten bleiben,sosolltemandiese Arbeit so schnell möglich vorantreiben, damit man reinen Tisch macht, anstatt sich zu verspäten und in den Aktivitäten so keine Verzögerungen eintreten.

 

DAS BILD

 

Donner und Regen erheben sich: das Bild der Befreiung.

So vergibt der Edle die Schuld; hat für Fehler Verzeihung.

 

Vom Gewitter lässt sich die luftreinigende Wirkung verkünden. So macht es der Edle auch mit den Fehlern und Sünden, welche die Menschen begehen in den verschiedenen Entwicklungsstufen und dadurch Spannungszustände hervorrufen.

Er schafft Befreiung durch Klarheit, die er gewinnt, aber wenn die Verfehlungen an der Tagesordnung sind, dann bleibt er nicht dabei, weil er weiß, dass es nichts bringt, sondern geht über die Fehler, so wie der Donner verklingt, die unabsichtlichen Übertretungen, ganz einfach hinweg, und auch die absichtlichen Übertretungen zieht er nicht durch den Dreck, sondern vergibt die Schuld, damit sie niemand peinigt, so wie das Wasser alles vom Schmutze reinigt.