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63. GI DSI NACH DER VOLLENDUNG!
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Oben Kan, das Abgründige, des Wasser Nutzanwendung. Unten Li, das Haftende, das Feuer, die Flamme. Es ist das vorletzte der 64 Hexagramme.
Das Zeichen ist und zeigt solide die Ausgestaltung des Zeichens Tai, (Nr.11) der Friede. Der Übergang mit allen seinen Wogen aus der Verwirrung zur Ordnung ist vollzogen, und nun ist weitab von allem Entsatz auch im Einzelnen alles auf seinem Platz. Das ist ganz sicher ein sehr günstiger Aspekt. Allein er gibt doch zu denken, da direkt wenn das vollkommene Gleichgewicht erreicht ist, nun jede Bewegung in kürzester Frist dazu führen kann, dass wie verflixt und zugenäht aus dem Zustand der Ordnung wieder der Zerfall entsteht. Dem einen starken Strich, der nach oben gegangen und so die Ordnung im Einzelnen vollkommen konnte erlangen, folgen die anderen ihrer Natur entsprechend nach, global und bundesweit bis hin nach Den Haag und so entsteht nun trotz aller Frohlockung wieder das Zeichen Pi, (Nr.12) die Stockung. So deutet dann das Zeichen wie die 'Zähne des Drachen' * auf die Verhältnisse eines Höhepunktes, die äußerste Vorsicht nötig machen.
DAS URTEIL
Gelingen im Kleinen. Fördernd ist Beharrlichkeit. Am Anfang Heil, am Ende Wirren und Widerstreit.
Der Übergang entlang dem ganzen Himmelsbogen von der alten in Die Neue Zeit ist hier schon vollzogen. Auch wenn so manches nun zurzeit noch hin- und hersegelt, prinzipiell ist schon alles geregelt. Nur noch im Einzelnen, auch führt es zu Schwielen, lässt sich im Moment Erfolg erzielen. Dabei kommt es jedoch, gerade in voller Fahrt, darauf an, dass man stets die rechte Gesinnung wahrt. Da alles wie von selbst seinen Gang zu gehen scheint, verführt dies leicht dazu, dass man plötzlich meint, in seiner Anspannung nun erlahmen zu können und die Dinge laufen lässt, um sich Ruhe zu gönnen, ohne sich im Einzelnen um die Dinge zu sorgen, und man verschiebt die Details auf morgen oder übermorgen. Die Wurzel allen Übels im Wandel der Zeit ist aber diese Gleichgültigkeit. Aus ihr entspringen in reiner Notwendigkeit Verfallserscheinungen und Unvollkommenheit.
Hier wird einem sozusagen die Regel eingeprägt, wie es halt hin der Geschichte zumeist zu pflegen geht. Diese Regel ist aber kein unausweichliches Gesetz. Und auch hält sie mancher letztlich für reines Geschwätz; wer sie versteht, der vermag europa-, bundes-, himmelweit durch unausgesetzte Beständigkeit und Vorsicht ihre Wirkungen wohl zu vermeiden. Von so jemand mag man sich ein Stückchen abschneiden.
DAS BILD
Das Wasser kommt über dem Feuer zur Verwendung: das ist das Bild des Zustands nach der Vollendung. So bedenkt nun der Edle auf allen seinen Wegen das Unglück und rüstet sich im Voraus dagegen.
Wenn das Wasser im Kessel über dem Feuer hängt, und die Hitze des Feuers den Kessel versengt, so stehen dann beide Elemente gewissermaßen ungebeugt in Beziehung, und es wird dadurch Kraft erzeugt. (Man vgl. dazu die Entstehung des Dampfes im Höhepunkt des Wassers Todeskampfes). Allein es ist dabei von allergrößtem Gewicht, die dadurch entstehende Spannung gebietet zur Vorsicht. So wird das Feuer ausgelöscht, läuft das Wasser über, und seine Kraftwirkung geht verloren, ja ist hinüber. Ist die Hitze zu groß, wird alles schnell verpufft, so verdampft das Wasser und geht in die Luft. Denn die Elemente, die in diesem Geschehen in Beziehung zueinander stehen und dabei geschwind Kraft wirken, sind an sich einander feindlich gesinnt. Nur die äußerste Vorsicht kann Schaden verhüten und lässt die Elemente nicht unnütz wüten. So gibt es auch im Leben jene Verhältnisse, da alle Kräfte ausgeglichen sind und daher scheinbar stets In alter Frische zusammenwirken wie Zucker und Zimt, sodass offenbar in jeder einzelnen Frist alles in allem in bester Ordnung ist. Der Weise allein erkennt fürwahr in solchen Zeiten die Momente der Gefahr und weiß, ohne dabei den Bogen zu überspannen durch rechtzeitige Vorkehrungen sie zu bannen.
* (Frei nach Schiller, Wallensteins Tod) |