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<< Click to Display Table of Contents >> 03 Die Anfangsschwierigkeit 屯 chún |
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3. DSCHUN DIE ANFANGSSCHWIERIGKEIT
▬▬▬ ▬▬▬ Oben Kan, das Abgründige, ▬▬▬▬▬▬▬ das Wasser himmelweit. ▬▬▬ ▬▬▬ Unten Dschen, der Donner. ▬▬▬ ▬▬▬ Er steigt in die Troposphäre, ▬▬▬ ▬▬▬ und die geballten Kräfte ▬▬▬▬▬▬▬ erreichen 100.000 Ampere.
Aus dem Namen dieses Zeichens, Dschun, lässt sich der Wortlaut Gras ableiten, das beim Hervorsprießen aus der Erde nun auf ein Hindernis stößt. Daher die Bezeichnung 'Anfangsschwierigkeiten', um anzudeuten, wie man Schwierigkeiten löst. Das Zeichen lässt sehen, wie der Himmel und die Erde die Einzelwesen hervorbringt, gleich dem großen 'ES WERDE!' *
Es ist ihre erste Begegnung, die ganz gewiss schon deshalb mit Problemen verbunden ist. Dabei steigt, ohne lange zu verweilen, das untere Zeichen, Dschen, in Sekundenbruchteilen im Zuge aller Belastungsproben wie ein geölter Blitz so schnell nach oben. Als Bild hat es den Donner. Das oberste Zeichen, Kan, ist das Abgründige, Gefährliche; als Bild zeigt es den Regen an. Seine Bewegung geht nach unten. Das ist nun killekille. Die Lage deutet also auf dichte, chaotische Fülle.
Donner und Regen erfüllen die Luft, aber das Chaos lichtet sich, verpufft. Die Bewegung, die unterdes in dieser Frist, während das Abgründige sich senkt, nach oben gerichtet ist, kommt schließlich über die Gefahr hinaus im Hauch der Zeit aus der Gefahr heraus, und alles atmet nun erleichtert auf und aus. Im Gewitter grollt der Donner, da zuckt der Blitz aus weiter Flur, und es entladen sich so die geballten Kräfte der Natur.
DAS URTEIL
Die Anfangsschwierigkeit wirkt erhabenes Gelingen. Fördernd durch Beharrlichkeit in allen schwierigen Dingen. Man soll nichts Unternehmen und die Zügel nicht zerfetzen. Fördernd ist es, Gehilfen einzusetzen.
Werdezeiten haben Schwierigkeiten. Es ist so wie eine Erstgeburt, dramatisch, voller Kniffligkeiten. Aber alle diese Schwierigkeiten entstehen aus der Fülle dessen, was trotz vorhandener Gefahr nun zurzeit nach Gestaltung ringt. Es ist alles in Bewegung begriffen, und trotz der Gefahr lässt sich ermessen, das Beharrlichkeit die Aussicht auf große Erfolge bringt.
Wenn solche Anfangszeiten erstmals als Schicksal kommen, so ist noch alles ungestaltet, dunkel und verschwommen. Darum muss man abwarten, denn jedes vorzeitige Zufassen könnte Misserfolge bringen, die sich nur schwer beheben lassen. Ebenso ist es da von großer Wichtigkeit, dass man nicht alleine bleibt, sondern in der Zwischenzeit, um das Chaos zu bewältigen, Gehilfen auftreibt. Das heißt aber nicht, dass man zwar hoffnungsvoll, selbst aber untätig den Vorgängen zuschauen soll, sondern man muss leitend mit die Hand anlegen, anfeuernd bei allem gut dabei sein und sich tüchtig regen.
DAS BILD
Wolken und Donner: das Bild der Anfangsschwierigkeit. Dann wirkt der Edle entwirrend und ordnend zurzeit.
Wolken und Donner, diese beiden Komponente werden dargestellt durch bestimmte Linien-Ornamente. Das heißt, dass in dem Chaos der Anfangsschwierigkeit die Ordnung schon angelegt ist derzeit. So muss der Edle in solchen Anfangszeiten die unübersichtliche Fülle gliedern, ordnen und leiten; wie man Seidenfäden aus einem Knäuel auseinander liest, solange flechtet und verbindet bis der Kreis sich schließlich schließt, und die Schnüre fließend sich zu Strängen verflechten, muss man in schicksalsschwangeren Tagen und Nächten, um im Unendlichen sich zu finden, unterscheiden und verbinden.
* (vgl. Kirstin Olsen - Das Goldene Buch des Goldenen Zeitalters) |