17 Die Nachfolge 隨 suí

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17 Die Nachfolge 隨 suí

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17. DIE NACHFOLGE / SUI

 

▬▬▬   ▬▬▬     Oben Dui, das Heitere, der See,  

▬▬▬▬▬▬▬     also Dui. Unten Dschen, der Donner,

▬▬▬▬▬▬▬     das Erregende, zum Himmel

▬▬▬   ▬▬▬     schreien(d).* So kehrt der Edlle  

▬▬▬   ▬▬▬     zurzeit des Abenddunkels

▬▬▬▬▬▬▬     zu Erholung und Ruhe ein.

 

Der Charakter des Heiteren und dessen Trigramm (oben) lassen sich sicherlich als eine reine Freude loben. Und das sich darunter befindende Dschen, das Erregende, ist dem Charakter nach das sich ungestüm Bewegende. Zum Beispiel führt die Freude bei der Bewegung zur Nachfolge und somit zur Erregung. Das Heitere ist auch in dieser Situation die jüngste Tochter, das Erregende, der älteste Sohn. Ein älterer Mann, den nichts so leicht ergrimmt, stellt sich unter ein junges Mädchen, auf das er Rücksicht nimmt. Und das ist auch der Grund, wenn man es richtig überlegt, was sie im Wandel der Zeit zur Nachfolge bewegt.

 

DAS URTEIL

 

Die Nachfolge hat erhabenes Gelingen.

Fördernd ist Beharrlichkeit. Man suche

niemanden zu zwingen. Kein Makel.

 

Weder durch Frage- , Mahn- noch sonstige (Ab)Zeichen, nein, erst muss man sich selbst anpassen, um Nachfolge zu erreichen. Nicht indem man die Andern sucht einzupferchen, nein nur durch Dienen kommt man zum Herrschen; denn nur so erlangt man frei von List und Zwist freudige Zustimmung der Unteren, die zur Nachfolge nötig ist. Wo durch List oder Parteiung, Verschwörung oder Groll, oder mit Gewalt Nachfolge erzwungen werden soll, da regt sich immer Widerstand, der sich eher mehrt, statt mindert, der die bereitwillige Nachfolge verhindert.

Freudige Bewegung, sucht man sie zu schüren, kann aber auch zu Üblem führen. Darum wird als Bedingung beigefügt, dass man sich zurzeit nicht allzu sehr vergnügt: 'Fördernd ist Beharrlichkeit', das heißt Konsequenz im Rechten, und 'ohne Makel', so entgeht man allem Schlechten. Ebenso wie man selbst bei dreifachem Groll, nur unter dieser Bedingung Nachfolge verlangen soll, ohne Schaden zu nehmen oder sich zu verfemen.

 

Der Gedanke der Nachfolge unter Anpassung an das, was die Zeit erfordert, erscheint vielleicht als Aderlass, ist aber groß und darum äußerst wichtig, daher lautet auch das beigefügte Urteil ganz richtig so günstig und mild und führt uns ein in:

 

DAS BILD

 

Inmitten des Sees befindet sich der Donner:  Bild der Nachfolge, ob Winter oder Sommer. So wie auch der Große Mann kehrt der Edle im Abendschein oder zzt. des Abenddunkels zu Ruhe und Erholung ein.

 

Irgendwann im Herbst zieht sich dann akut die Elektrizität wieder in die Erde zurück und ruht. Hier ist der Donner inmitten des Sees als Bild genommen, nicht Donner in Bewegung, sondern in seiner Winterruhe angekommen. Nachfolge ergibt sich aus diesem Bild der Verhältnisse im Sinne einer Anpassung an die Zeiterfordernisse.  

Mitten im See vergeht dem Donner sein Getue. Das deutet auf die Zeiten des Dunkels und der Ruhe. So gönnt sich der Edle tagein tagaus, von Jahr zu Jahr, nachdem er den Tag über unermüdlich tätig war, zur Nachtzeit Ruhe und Erholung. Jede Lage, jede Stunde, ob nun Sonntag oder Alltag, wird nur dann gut, wenn man sich ihr anzupassen vermag und nicht durch falschen Widerstand sich aufreibt oder sich fortwährend wie im Rausch die Zeit vertreibt.

 

* himmelschreiend Ew.: zum Himmel schreiend und von dort Ahndung (Nachfolge) fordernd;