27 Die Ernährung 頤 yí

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27 Die Ernährung 頤 yí

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27. DIE MUNDWINKEL / DIE ERNÄHRUNG

   

▬▬▬▬▬▬▬     Oben Gen, der Berg, das

▬▬▬     ▬▬▬     Stillehalten (falscher Mehrung).

▬▬▬     ▬▬▬     Unten Dschen, der Donner,

▬▬▬     ▬▬▬     das Erregende, das zerfleischt.

▬▬▬     ▬▬▬     Das Bild zeigt die Zunge,

▬▬▬▬▬▬▬     die mit den Lippen kreischt.

 

Das Zeichen ist das Bild eines geöffneten Mundes und eines am Fuß des Bergs sich öffnenden Abgrundes. Doch kommt diese Seite, obwohl der Donner es möglich macht, für eine Gesamterklärung dieses Zeichens nicht mehr in Betracht! Oben und unten die festen Lippen und dazwischen etwas Rundes; das nun ist das Bild eines weitgeöffneten Mundes. Vom Bild des Mundes, durch den man ganz bestimmt, um sich so zu ernähren, die Speisen aufnimmt, geht der Gedanke, mal heller, mal trüber, aus der Sicht in diesem Licht nun auf die Ernährung selber über. In den drei unteren Linien ist die eigene Ernährung, und zwar die leibliche, zur Darstellung gebracht. In den drei oberen Linien ist die Pflege und die Mehrung der Andern, und zwar die geistige, höhere (Ernährung) durchdacht.

 

DAS URTEIL

 

Die Mundwinkel. Beharrlichkeit bringt Heil. Sieh auf die Ernährung und womit alleweil einer selbst sucht seinen Mund zu füllen; so wird sich sein Charakter eindeutig enthüllen.

 

Bei der Zuwendung von Pflege und Ernährung ist es wichtig, dass für die rechten Leute gesorgt wird, und zwar richtig, und dass man für die eigene Ernährung in der rechten Weise sorgt, anstatt wie Müllers Hühnchen sich ständig Butterbrote borgt. Will man jemand kennenlernen, und das im Handumdrehen, so braucht man einfach nur darauf zu sehen, wem jemand seine Pflege angedeihen lässt und stelle fest, welche Seiten seines eigenen Wesens er pflegt und nährt und nähren lässt. Die Natur nährt alle Wesen, bis deren Zeit verjährt, während der Große Mann die Tüchtigen pflegt und nährt, um durch sie im Hauch der Zeit für alle Menschen zu sorgen. Für heute, für morgen und für übermorgen.

 

Mong Dsi VI A 14 sagt hierzu:

 

Wenn man erkennen will ob in der rechten Frist einer tüchtig oder untüchtig ist, so braucht man in der Zeiten Lauf auf nichts Anderes zu sehen als darauf, welchen Teil seines Wesens er bestimmt im Allgemeinen besonders wichtig nimmt. Der Leib hat edle und unedle Teile, wichtige und geringe, kranke und heile.

 

Das Wichtige schädigen um des Geringen willen, sowie das ständige Einwerfen von Pillen, darf man eben nicht aus der Sicht in diesem Licht. Das Edle schädigen darf man aus dieser Sicht um des Unedlen willen ebenfalls nicht. Wer die geringen Teile seines Wesens pflegt, der ist ein geringer Mensch. Wer die edlen Teile seines Wesens pflegt, der ist ein edler Mensch.

 

DAS BILD

 

Unten am Berg ist der Donner: das Bild der Ernährung.  So hat der Edle Acht auf seine Worte, sowie auf seine Verzehrung. Er ist mäßig im Essen und Trinken und versteht zur rechten Zeit, wo nötig, abzuwinken.

 

'Gott tritt hervor im Zeichen der Erregung.' Im Frühling setzen sich die Lebenskräfte wieder in Bewegung. Dann entstehen alle Dinge aufs Neue. Und das ist auch der Grund, dessen jedermann sich freue. 'Im Zeichen des Stillehaltens vollendet Er.' Diese Angaben sind wie immer mit Orakelgewähr.

 

Wenn im Vorfrühling die Samen zur Erde fallen, so werden die Dinge fertig kurz vor Blitz und Donnerhallen. Das gibt das Bild von des Himmels Wille, der Ernährung durch Bewegung und Stille. Der Edle nimmt das, statt des Charakters des Kalfakters, zum Vorbild für die Ernährung und Pflege seines Charakters. Die Worte sind die von innen nach außen gehende Bewegung. Essen und Trinken ist die von außen nach innen gehende Regung. Beide Arten von Bewegung, auch das ist Gottes Wille, sind dabei zu mäßigen, und zwar durch Stille. So bewirkt die Stille seit Alters Zeiten Schattenseiten, dass die vom Mund ausgehenden Worte das Maß nicht überschreiten. Just dadurch wird der Charakter gepflegt; also unentwegt, wohl überlegt, sehr gut ausgeprägt.